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13.09.17: Kurz auf Stimmenfang in Tirol+++Verhandlungen beim Sozialplan der TSD stocken+++15-Jähriger könnte in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher kommen

Außenminister Sebastian Kurz war gestern zu Besuch in Tirol um die Werbetrommel für die Nationalratswahlen am 15. Oktober zu rühren. Am Programm standen Betriebsbesichtigungen sowie öffentliche Auftritte in Imst, Telfs und Innsbruck. Auf die Frage, ob er sich und seiner türkisen Bewegung mit so vielen unerfahrenen Quereinsteigern einen Gefallen tue, meint Kanzlerkandidat Kurz:

„Die Menschen die ich neu gewonnen habe für uns, haben alle Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen und darum geht es mir. Ich habe mit Kira Grünberg etwa eine Frau gewinnen können, die sicherlich einen Beitrag für Menschen mit Behinderung in unserem Land leisten kann.“

Wie schon Landeshauptmann Günther Platter am Montag geht auch Kurz stark davon aus, dass die Neue Volkspartei im Oktober als Wahlsieger hervorgeht.

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Die laufenden Sozialplanverhandlungen bei den Tiroler Sozialen Diensten stocken. Wie berichtet wurde wegen sinkender Flüchtlingszahlen eine Neuaufstellung der TSD beschlossen, mit einem Sozialplan sollten an die 130 Stellen bestmöglich abgebaut werden. Allerdings verzögern sich nun die Verhandlungen. Laut der Geschäftsführung habe der Betriebsrat unter anderem einen bereits vereinbarten Termin einseitig abgesagt. Der Gewerkschafter Harald Schweighofer sieht einen Teil des Sozialplanes bereits fertiggestellt. Nun gehe es um eine zusätzliche freiwillige Abfertigung für die Beschäftigten. Bei keiner Einigung könnten die Forderungen vor dem Arbeits- und Sozialgericht landen.

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Eine besondere Ehre wird nun dem Tiroler Transplantationschirurgen Stefan Schneeberger zu Teil. Der  gebürtige Zillertaler wird der neue Präsident der Europäischen Gesellschaft für Organtransplantation, kurz ESOT. Diese führt weltweit Forschungen zum Thema durch und versucht Methoden sowie Transplantationen zu verbessern.

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Die Liste Fritz stellt sich einmal mehr vehement gegen die von der Tiroler Landesregierung unterstützte Bewerbung für die Olympischen Spiele 2026 und spricht vom Milliarden-Wahnsinn. Für Andrea Haselwanter- Schneider, Klubobfrau der Liste Fritz, ist es geradezu naiv zu glauben, die Olympischen Spiele 2026 würden keine finanzielle Belastung für Tirol bedeuten.

„Das ist ein Schmarren. Die Machbarkeitsstudie hat schon 300.000 Euro gekostet, 400.000 Euro kostet nun diese Roadshow, wo man durch die Bezirke tingelt und Olympia anpreist. Natürlich werden auch die ganzen Sicherheitskosten Steuergelder sein. Das sind Dimensionen, die wir uns noch gar nicht genau vorstellen können, hier gibt es auch noch keine Berechnungen. Allerdings spricht man schon jetzt von 500 Millionen aufwärts“,  

so Haselwanter-Schneider. Sie hofft, dass die Bevölkerung diesem Milliarden-Wahn am 15. Oktober eine Absage erteilt.

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Am Innsbrucker Landesgericht wird heute Nachmittag verhandelt, ob ein 15-Jähriger in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht wird. Im Herbst vergangenen Jahres war er in Angath auffällig geworden. Damals hatte er einem anderen gedroht, ihn mit dem Messer abzustechen, sollte er seiner Forderung, nämlich ihn gehen zu lassen, nicht nachkommen. Eine Frau in Wien musste im Juli dieses Jahres eine ähnliche Erfahrung machen. Auch sie wurde mit dem Umbringen bedroht, indem er ihr ein Messer vorhielt. Aufgrund des geistigen Zustandes des 15-Jährigen müsse damit gerechnet werden, dass er weitere schwere Straftaten begehe.

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Der Sommer 2017 hat seine Spuren hinterlassen. Denn immer wieder haben heftige Unwetter große Schäden verursacht. Bereits am 15. August hat die Tiroler Landesregierung deshalb ein Soforthilfepaket für die Unwetterschäden geschnürt, nun werden die Hilfsmittel aufgestockt. So hat die Landesregierung gestern beschlossen den Betroffenen auch Mittel der Wohnbauförderung und Wohnhaussanierung zur Verfügung zu stellen. Die Unterstützung für etwaige Sanierungsmaßnahmen beläuft sich auf einen Einmalzuschuss von 25 Prozent der förderbaren Kosten. Der entsprechende Antrag ist bei der zuständigen Wohnbauförderungsstelle einzubringen.

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Auf der regennassen Brennerautobahn krachte ein 41-Jähriger gestern mit seinem Wagen gegen eine Leitschiene. Daraufhin drehte sich das Fahrzeug prallte erneut gegen die Leitschiene und kam schlussendlich quer zur Fahrbahn zum Stillstand. Sowohl der PKW-Lenker als auch zwei Mitfahrer wurden unbestimmten Grades verletzt. Während der Berge- und Versorgungsmaßnahmen musste der erste Fahrstreifen der A13 vorübergehend gesperrt werden.

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Und bei der Bergeralm wird fleißig in die neue Wintersaison investiert. Sechs Millionen Euro fließen in den Neubau des Hohen- Turm-Lifts. Entstehen soll dort eine Kombibahn mit Sechsersesselliften und Achtergondeln. Am 25. November soll die Wintersaison starten. (JR)

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